Eckenschießen & Zusammenfassung:
Eckenschießen:
Die Ecken (also im Prinzip Schritt 2) werden bei der Pochmann-Methode genau so gelöst wie der Kanten.
Es gibt einen Schussalgorithmus und mithilfe diesem (und natürlich Setup-Moves)
werden alle Eckenkreise aufgelöst.
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Der Schussalgorithmus ist die Fridrich Y-Permutation ohne F am anfang und F'
am Ende, und schießt einen Sticker aus der Speicherposition (für Ecken) 4-G
nach 6-W. (Nebenbei werden die Kanten vor und neben der Speicherposition 4 vertauscht,
aber das interessiert erst später).
R U' R' U' R U R' F' R U R' U' R' F R
Dieser Algoritmus wird im folgenden [C] genannt.
Bei den Setup-Moves muss natürlich wieder darauf geachtet werden,
dass der Speicherbereich (Ecke 4 sowie Kanten 3 und 4) nicht verdreht wird.
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Eine verkorkste Fridrich A-Permutation soll uns als Beispiel dienen:
R' B2 R F R' B2 R F'
Unsere Schussliste sieht folgendermaßen aus:
- Der Sticker an 4-G muss nach 2-Y
- Der Sticker an 2-Y muss nach 6-B
- Der Sticker an 6-B muss nach 4-G, dies ist die Speicherposition,
damit ist der Kreis geschlossen.
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Die Lösung sollte langsam auch keine Probleme mehr bereiten:
- Schuss nach 2-Y: R2 D' - [C] - D R2
- Schuss nach 6-B: R F - [C] - F' R'
Auch bei den Ecken gibt es Minikreise, diese lösen sich genau so wie bei den Kanten.
Zusammenfassung:
Die komplette Pochmann-Methode läuft also folgendermaßen ab:
Schritt 1: Schussliste aufstellen (und merken),
Schritt 2: Ecken lösen, Schritt 3: Kanten lösen und fertig, ODER?
NEIN! Denn es gibt eventuell noch einen Zwischenschritt der eingeschoben werden muss.
Auf Englisch heißt das ganze parity fix, ein gutes deutsches Wort fällt mir dazu nicht ein...
es heißt soviel wie "Wiederherstellung der Gleichwertigkeit" glaub ich...
Wie ihr vielleicht gemerkt habt, bewegen die Schussalgorithmen nicht
nur die Steine, die sie bewegen sollen, sondern auch noch 2 andere,
und zwar immer hin und her. Bei den Ecken sind das die Kanten 3 und 4,
bei den Kanten sind das die Ecken 2 und 3.
Ist in eurer Schussliste eine gerade Anzahl an Eckenschüssen vorhanden,
so spielt dieses Phänomen keine Rolle, da die Kanten ja immer nur
getauscht werden. Bei einem Vielfachen von 2 sind sie also gerade
wieder an ihrer korrekten Stelle.
Bei einer ungeraden Anzahl an Eckenschüssen jedoch sind die Kanten 3 und 4
vertauscht. Wenn ihr dann anfangt die Kanten zu tauschen wird es
ziemlich schwierig, da die Kreise anders verlaufen als von euch gemerkt.
Da die Gesamtzahl der Schüsse auf jeden Fall gerade ist,
kann man sich mit folgendem Trick helfen, dem sogenannten parity fix:
Dies ist ein Algorithmus, der die Kanten auf Position 3 und 4
und die Ecken auf Position 2 und 3 tauscht. Erfahrene Fridrich-Cuber
wissen: dies funktioniert am besten mit einer R-Permutation:
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y R U2 R' U2 R B' R' U' R U R B R2 U y' |
Da die Gesamtzahl der Schüsse gerade ist, muss, wenn die Anzahl der Eckenschüsse
ungerade ist, auch die Anzahl der Kantenschüsse ungerade sein.
Das heißt, dass wir am Ende der Kantenkreise auch dort mit den Ecken 2 und 3
falschherum herauskommen würden. Dem beugen wir vor,
indem wir sie durch den parity fix von vornherein einmal
tauschen. Klingt doch ganz logisch, oder?
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Also läuft die komplette Pochmann-Methode so ab: Schritt 1: Schussliste aufstellen (und merken),
Schritt 2: Ecken lösen, Zwischenschritt: (eventuell) parity fix ,
Schritt 3: Kanten lösen und fertig.
Diesem Weg probieren wir nun im großen Pochmann-Beispiel zu folgen. Viel Spaß!
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