[W7] Continue?

Hi there!

Und schon ist die nächste Woche vorbei. Keine Ahnung was da bitte abgelaufen ist. Ich habe  jedenfalls von der Woche kaum etwas mitbekommen. Entsprechend wenig habe ich auch zu erzählen. Jedoch habe ich mich am Sonntag wieder zu einem Abenteuer aufgerafft, aber leider ist der Artikel wieder so lang geworden, dass ich ihn von dem Wochenbeitrag getrennt habe. Auch die nächsten Trips sind schon geplant, ihr könnt also gespannt sein.

Das wichtigste zuerst. Wie zu erwarten war ist das Internet immer noch weg. Und wie bereits prophezeit wird es voraussichtlich auch so bald nicht mehr wiederkommen. Die Kommunikation mit dem Vertragsvorbesitzer gestaltet sich schwierig (sie ist nicht vorhanden, soweit ich das mitbekommen habe) und für einen neuen Vertrag fehlt dem trägen, unkoordinierten Haufen irgendwie der Elan. Heimlich still und leise haben sich die auf das Internet angewiesenen Kellerbewohner ihre eigenen (minderwertigen) Lösungen geschaffen, meist beinhalten diese das mobile Netz. Ich habe bereits darüber nachgedacht, selbst nach einer Lösung zu suchen, um diese dann einfach zu präsentieren und irgendjemanden zur Übernahme der Formalitäten zu zwingen. Ebendies wollte ich eigentlich vermeiden, da ich mich mit den kanadischen Kommunikationsunternehmen wirklich nicht auskenne, aber das wäre zurzeit leider der verheißungsvollste Weg. Übers Wochenende habe ich aber leider keine Zeit für Recherchen gefunden, ich bezweifele, dass ich dafür überhaupt Zeit finden werde. Aber kein Internet zuhause zu haben wird langsam echt ein bisschen scheiße.

Reden wir über was anderes, vielleicht über das Wetter? Wie von ehemaligen Austauschstudenten vorausgesagt haben sich die steigenden Temperaturen in der letzten Woche zu einem drückend heißen und schwülen Atmosphäre entwickelt, im Keller ist es aber noch einigermaßen kühl (auch ohne Klimaanlage). Es regnet und gewittert aber überraschend selten, gerade am Wochenende war das natürlich sehr angenehm. Aber ich denke das wird sich auch noch ändern. Ich hoffe jedoch, dass es nicht noch heißer wird. Ich habe nur eine kurze Hose mitgenommen, aber glücklicherweise kann ich die durch die überaus schnelle Waschmaschine/Trockner-Kombination im Dauerbetrieb fahren.

Am Montag durfte ich mein compare-contrast-Essay von vorletzter Woche korrigieren. Ich hatte Glück, dass ich die Korrekturstunde am Freitag verpasst hatte. Meine Korrektur zog sich nämlich ein bisschen länger als die normalerweise zur Verfügung stehende Stunde hin. Dies lag nicht daran, dass ich getrödelt habe, aber eine Korrektur und partielle Neuverfassung inkl. handschriftlichem Neuverfassen des kompletten 450-Wörter-Textes zieht sich eben ein bisschen. Besonders das Abschreiben dauert, da ich nur bis zu einer gewissen Geschwindigkeit leserlich schreiben kann. Schneller schreiben geht, hab ich erfolgreich in vielen Vorlesungen mit Tafelanschrieb bewiesen, aber das kann dann keiner mehr lesen (außer natürlich ich selbst, meine eigene Geheimschrift). Pat hatte mich übrigens nach der Stunde gefragt, ob ich am Freitag The National in Toronto gesehen hab. Sie hatte ja gar nicht gewusst, dass die am Wochenende in Toronto spielen und wäre jetzt echt neidisch, dass ich da gewesen bin. Die Korrektur der Korrektur gab es dann Freitag wieder, ich hab den Schnitt mal wieder angeführt. Ich fand meinen Text aber auch gut. Am Dienstag gibt es das Meeting mit dem Instructor, dann sollen wir erläutern, in welchen Bereichen wir oft Fehler machen und wie wir dagegen vorzugehen gedenken. So viele Fehler mache ich eigentlich nicht. Mal sehen, was ich Pat dann am Dienstag erzähle.

Meinen Lieblingsplatz in der DC Library konnte ich leider unter der Woche nicht mehr aufsuchen, auch wenn ich das Lab gerne nach 18 Uhr mal verlassen hätte um woanders zu surfen, aber jeder Platz ist besetzt. Das liegt an den Midterms. Die Studenten kommen wie in Paderborn zur Klausurphase morgends und blocken dann den ganzen Tag bis tief in die Nacht die Arbeitsplätze. Nervig. Am Wochenende konnte ich aber einen Platz erwischen um meinen Artikel über Toronto fertigzubasteln. Anscheinend fahren die alle übers Wochenende nach Hause oder weg oder schlafen einfach nur länger. Wer weiß.

Am Wochenende sind wir natürlich wieder Einkaufen gefahren, das gestaltete sich diesmal ein bisschen schwieriger, da Tashrif unbedingt mitkommen wollte. Er musste aber bis 8 arbeiten. Als ich um 7 anmerkte, dass der Laden nur bis 9 aufhat, wurde Mourad ganz nervös. Mit dem letzten Geld auf meiner Karte habe ich dann Tasrif angerufen und klar gemacht, dass wir ihn um 8 direkt abholen und dann sofort losdüsen. Das hat dann auch geklappt. Mourad hat sich superteuren original Tim Hortons Kaffe gekauft und ist jetzt superzufrieden. Der Kaffe schmeckt aber auch gut. Ich habe einen Vorratseinkauf getätigt und so unverderbliche Sachen wie Cornflakes, Saft, Tofuschnipsel fürn Salat, etc. einfach mal auf Halde gekauft, war auch superteuer. Hoffentlich kann ich damit in Zukunft Zeit und nerven sparen. Abends haben wir dann noch einen Film geguckt, A Bronx Tale (dt. “In den Straßen der Bronx”). War ganz ordentlich, wenn auch das Genre eigentlich nicht nach meinem Geschmack ist.

Am Sonntag habe ich mir dann halbspontan ein Fahhrad geliehen und damit das Land nördlich von Waterloo unsicher gemacht. Das war sehr interessant, aber ich glaube auch mein letzter Fahrrad-Trip. Aber man muss ja alles einmal ausprobiert haben.

"Geh zurück zu den Schatten. Du kannst nicht vorbei!"

“Geh zurück zu den Schatten. Du kannst nicht vorbei!”

Okay, das war der letzte Witz über unsere Campusgänse, ich verspreche es…

Grüße aus Kanada,

Niko

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